Welcher Schraubhering für welchen Boden... es geht nicht um Tiefe, sondern um Halt!

Diese Bildpictogramme findest Du auch auf unseren Verpackungen

Extrem

Steht für die echten Härtefälle. Meist Mineralbeton, hoch verdichtet und natürlich Stein an Stein. Auch hier bietet Peggy Peg Lösungen an. Zwingende Voraussetzung ist allerdings das Vorbohren. So wie bereits unter Kies beschrieben, lässt sich auch solch ein Boden knacken. Sollte man keine Maschine zur Hand haben, gibt es in unserem Sortiment noch eine Speziallösung: Unser HardCore Peggy. Dieses kleine Teil ist ein Schlag-Schraubhering und wird, wie der Name schon erkennen lässt, klassisch via Hammer eingetrieben, hat auch eine Höhenverstellung und wird später problemlos an die Oberfläche zurückgeschraubt.

Steine

Steine und Steinchen im Boden, oft gemischt mit schwerem Lehm oder auch sandigem Erdreich. Oft verdichtet sich der Boden sehr rasch, dass die Schraube gar nicht mehr richtig vorwärts möchte. Dann bitte Stopp und mit den höhenverstellbaren Haken bzw. der Kontermutter arbeiten. N, S und Peg&Stop Peggy wird hier noch problemlos funktionieren. Es kann allerdings passieren, dass die Oberfläche so fest ist, dass man sich eines kleinen Tricks bedienen muss. Einfach Vorbohren. In das so entstandene Kernloch findet dann der Peggy sehr schnell Halt und ich stelle die Hebelwirkung wieder auf null, in dem ich meinen Abspannhaken am tiefst möglichen Punkt befestige.

Hart

Feld, Wald, Wiese. Auch Steine und Wurzeln durchkreuzen hier und da unseren Weg ins Erdreich. Einschrauben kann man meist direkt. Oft verdichtet sich der Boden sehr rasch, dass die Schraube gar nicht mehr richtig vorwärts möchte. Dann bitte Stopp und mit den höhenverstellbaren Haken bzw. der Kontermutter arbeiten. N, S und Peg&Stop Peggy wird hier noch problemlos funktionieren. Der große LA nur noch bedingt, je nach Feuchtigkeitsgehalt. Durch das wegsuchende Verhalten der Schraubheringe, kann es schon Mal sein, dass die Schrauben ganz anders Halt finden, als man sich das vielleicht vorgenommen hatte.

Normal

Diese Symbol steht für den am häufigsten anzutreffenden Boden, meist auf Campingplätzen. Parzelliert, geordnet, angelegt. Der Boden ist natürlich je nach Wetterlage, mal nass aber auch trocken. In der Regel kommt man hier mit den in unseren StartKit beigelegten Peggys N, S oder Peg&Stop prima aus. Diese lassen sich je nach Feuchtigkeitsgrad auch meist ganz einschrauben. Für Sturmverspannungen lassen sich auch L und LA ganz gut einsetzen. Durch deren hohe Verdichtung lassen diese sich dann schon oft nicht mehr gänzlich im Boden versenken. Macht aber nichts, dafür gibt es ja unsere Höhen verstellung.

Weich

Soft steht hier als Oberbegriff für alle weicheren Bodenarten. Wobei die Definition für "weich" folgendermaßen aussieht. Kann ich auf dem Untergrund noch ein Fahrzeug bewegen kommt man in der Regel schon mit dem Schraubhering N aus, vor allem dann, wenn die Oberfläche auch noch mit Wurzelwerk durchzogen ist. Falls das Fahrzeug bereits Spuren hinterlässt, greift man auf eine der beiden Großschrauben, L oder LA zurück um tiefer in den Boden eindringen zu können bzw. durch die große Gewindefläche mehr Verdichtung zu erzielen. Allerdings muss auch der Sand- oder Weichboden eine gewisse Verdichtung aufweisen. Ein loser Dünensand z.B. würde keinen Halt für die Schraubheringe bieten.

Als Faustregel gilt: Je härter der Boden, desto kleiner kann der Schraubhering sein, denn er findet meist zügig Halt.

Geht das auch im Winter?

Ja, das geht auch im Winter. Allerdings muss man ein paar Besonderheiten beachten. Grundsätzlich ist die Anwendung während der Frostperiode so, wie oben unter Schotter beschrieben. Es muss zwingend vorgebohrt werden, ggf. mit einem Schlagbohrer. Da der Kunststoff aber einen geringen Anteil Wasser enthält, welches bei Minustemperaturen einfriert, wird der Peggy spröder und dadurch Bruch anfälliger. Daher sollten die Schrauben vorher in heißes Wasser gelegt werden, dass hilft beim Schrauben die nötige Elastizität zu haben. Beim Abbau muss man aus gleichem Grund erst etwas heißes Wasser über die Schrauben gießen um ausschrauben zu können. Dennoch kann es sein, dass mal einer abreißt.

Können die Schrauben abbrechen?

Na klar können die abbrechen. Bekanntlich kommt nach fest ist ab. Die meisten „Bruchstücke“ welche wir in Augenschein nehmen können sind zu 99% überdreht, weil diese zu tief rein sollten ;-). D.h. jede Schraube (auch Metallschrauben) hat einen gewissen Nm Wert, wird dieser überschritten, reißt die Schraube ab. Physikalisch logisch. Für den Schraubhering gilt also: Immer nur solange schrauben wie der Peggy vorwärts will, dann den Halt überprüfen und mit dem höhen verstellbaren Haken, die Hebelwirkung auf null setzen, also möglich nah am Boden einklipsen. Erreichen kann man dies, in dem ich den Akkuschrauber auf Drehmoment einstelle und obendrein noch in Intervallen auf den Auslöser drücke. Dadurch merkt man sehr schnell, wann die Schrauben anfangen gegen zu federn und man an die Grenze der Belastung kommt. Also einfach ein wenig mit Gefühl und schon bleibt alles heil.

Gibt es die Peggys auch in Metall?

Nein und Ja. Ein paar unserer Schrauben sind aus Aluminium, das ist Metall. Die anderen sind aus Kunststoff. Was verbindet diese beiden Materialien? Beide sind extrem leicht. Die meisten Caravan oder Mobilfahrer kämpfen heute um jedes Gramm Zuladung. So hat die herkömmliche Hering Ausstattung eines Vorzeltes bisher zwischen 5 bis 10 kg gewogen. Unser StartKit, welches ausreicht um eine ca. 5,5m langes Vorzelt abzuspannen wiegt gerade 1,3kg. Da fällt der Akkuschrauber kaum ins Gewicht. Außerdem haben den viele sowieso schon an Bord um die Kurbelstützen zu bedienen.
Fazit: Schrauben aus Stahl wären viel zu schwer, hätten keine elastischen Eigenschaften um sich den Weg in den Boden zu suchen.

Was ist das für ein Material?

Unsere Peggys werden aus glasfaserverstärktem Polyamid im Spritzgussverfahren hergestellt. Diese Material ist auch unter dem alten Markennamen Nylon bekannt. Man findet es im Cockpit des Reisemobils, am Fahrradträger, aber auch im Haushalt und Garten. Eigentlich überall im täglichem Leben. Dies ist kein billiges Plastik, wie es häufig bei Einschlagheringen aus Kunststoff Verwendung findet. Wie so oft liegt es an der hohen Kunst der Verarbeitung, als auch der richtigen Mischung an Glasfaser und UV-Hemmern aus diesem Material ein hochwertiges Produkt entstehen zu lassen. Es ist gleichermaßen leicht, elastisch, sehr Hitze beständig und hoch belastbar, aber nicht unkaputtbar. (Siehe oben) Trotzdem die bestmögliche Materialwahl für diesen Zweck.